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Wir sind Mehrgenerationenhaus

Das Eltern-Kind-Zentrum e.V. – im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus

Das Eltern-Kind-Zentrum ist seit 2006 im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus (MGH).

Wir sind ein Mehrgenerationenhaus (MGH)

Bei allem was wir tun, fragen wir uns, was bedeutet dieses Angebot für junge Familien, für Kinder, für Jugendliche und wie finden ältere Menschen Zugang, Unterstützung und neue Aufgaben darin.
Die ehemalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen würdigte das Eltern-Kind-Zentrum im Generationenhaus West der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung bei ihrem Besuch am 30. November 2006, anlässlich der feierlichen Aufnahme des EKiZ Stuttgart in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser der Bundesregierung.

Das Ziel des "Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser" ist es, in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein Mehrgenerationenhaus zu etablieren.
Ziel der geförderten Mehrgenerationenhäuser ist es, alle vier Lebensalter unter einem Dach zu vereinen, die gegenseitige Hilfe in der Gesellschaft zu verbessern und so ein Netzwerk im Sinne einer Großfamilie zu schaffen, von dem jede/r profitiert.

Mehrgenerationenhäuser sind in der deutschen Politik ein hochaktuelles Thema. Im Rahmen des "Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser" der Bundesregierung wurde seit 2006 in jeder Kommune und jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Mehrgenerationenhaus gefördert. Insgesamt nahmen im Laufe des Jahres 2007 fünfhundert Häuser ihre Arbeit auf. Bewerben konnten sich bereits bestehende Träger und Einrichtungen, die das Potential nachweisen konnten, ihre bisherigen Aufgabengebiete und Räumlichkeiten zu einem Mehrgenerationenhaus zu erweitern. Die Bundesregierung stellt für dieses Modellprojekt insgesamt 88 Millionen Euro bereit. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten die über 500 ausgewählten Hauser jährlich 40 000 Euro. Dazu erhält jedes MGH Beratung und Unterstützung durch ein internes Netzwerk der verschiedenen Häuser. Das Bundesprogramm geht davon aus, dass jeder und jede etwas leistet und dass es nur einer optimalen Bündelung bedarf, die Leistungen Einzelner für andere zugänglich zu machen. Es geht darum, eine "aktive Gemeinschaft der Lebensalter nutzbar zu machen." "Mehrgenerationenhäuser eröffnen Räume, die den Zusammenhalt der Generationen festigen", wirbt die ehemalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.“

"Unser Ziel ist es, Mehrgenerationenhäuser als Drehscheiben für Dienstleistungen zu etablieren, die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen: Angefangen vom Wäscheservice oder Computerkurs für Internetbanking über die Leih-Oma bis hin zum Mittagstisch für Schulkinder und die Krabbelgruppe", so von der Leyen. Es entsteht ein generationenübergreifendes Netzwerk, in das sich jeder und jede mit den persönlichen Fähigkeiten einbringen kann. An diesem bunten Marktplatz von Dienstleistungen beteiligen sich Schulen, Vereine, Bibliotheken, Feuerwehren und andere kommunale Einrichtungen.<br><br>
Darüber hinaus soll ein Mehrgenerationenhaus mit örtlichen Unternehmen zusammenarbeiten: Es verkauft seine Dienstleistungen an kleine und mittelständische Betriebe, aber auch an große Firmen.<br><br>
Freiwillige und professionelle Kräfte arbeiten in einem Mehrgenerationenhaus eng zusammen. Nur so kann das geboten werden, was vor Ort auch tatsächlich benötigt wird. Auf diese Weise bilden Mehrgenerationenhäuser ein Forum, in dem private und freiwillige Initiativen klug mit staatlichen Leistungen verbunden werden können. Ein Mehrgenerationenhaus bietet an, was gebraucht wird. Es geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen und auf den Bedarf vor Ort ein. Quelle:
www.mehrgenerationenhäuser.de

 

„Das ist ein Konzept für uns“

Seniorenehepaar aus der Pfalz besuchte das Generationenhaus Stuttgart-West

Klaus und Brigitte Schiermeyer aus Leinsweiler in der Pfalz gehörten zu den Senioren, die am 30.11. nicht in erster Linie Frau Bundesministerin Ursula von der Leyen endlich einmal live erleben wollten, sondern den viel gerühmten Arbeitsplatz ihrer Tochter Petra, das Generationenhaus im Stuttgarter Westen. Die Auftaktveranstaltung im "Aktionsprogramm Mehr-Generationen-Haus" war ihnen allerdings ein willkommener Anlass, sich auf den Weg zu machen. Ein Besuch im Generationenhaus West der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung stand für das Ehepaar nämlich seit Längerem auf dem Tagesplan, seit sie vom Lebensmodell des Miteinanders der Generationen gehört  hatten und sich dafür interessierten. So setzten sich die beiden sehr agilen Rentner am 30. November 2006  in ihr kleines Auto und fuhren nach Stuttgart. Klaus Schiermeyer hat ihre Eindrücke zu Papier gebracht:

"Eine freundliche Einladung des Mütterforums Baden-Württemberg e.V., Landesverband der Mütter- und Familienzentren, führt meine Frau und mich am 30. November in die Ludwigstraße zum Generationenhaus der Gebrüder Schmid.
Beeindruckend ist für mich zunächst, auf dem breiten Trottoir, an den Straßenrand gestellt, die wertvolle, große Skulptur der schaukelnden Kinder. Sie lädt mich zum Betrachten und Verweilen ein.
Gegenüber, ohne Gardinen, die breite Glasfront des Foyers macht uns neugierig darauf, hineinzugehen. Kinder und Mütter aus vielen Nationen vergnügen sich hier vor dem Café auf dem breiten Flur. Öffnet man Türen, klingen Kinderstimmen heraus. Überall schauen freundliche Gesichter begleitender Erwachsener die Besucher an. Eine ältere Dame unterhält sich zugewandt mit einem kleinen Mädchen.

In Büroraum, HIMMEL&ERDE, legen wir unsere Garderobe ab und fahren mit dem Aufzug in das 3. Obergeschoss, in dem wir die Wohneinheiten besichtigen dürfen.


Als sehr gelungen empfinden wir die Einteilung der Appartements mit separatem Eingang und einer dazwischen liegenden Küche für jeweils zwei Personen, die sich hier treffen können, aber nicht müssen.
Ein vor gelagerter Wintergarten lädt zum Verweilen, zu Gesprächen ebenfalls ein. Wir erfahren, dass alle 20 Appartements zurzeit vermietet sind, was für die Qualität des Wohnens an diesem Orte spricht.


Die hier lebenden Menschen können zu den im Parterre spielenden Kindern Kontakt suchen,  Jugend „einatmen”, Freundschaften schließen, sich engagieren. Dem Einfallsreichtum von Jung und Alt scheinen keine Grenzen gesetzt.
Den beglückenden Rundgang beendet unser Besuch des Gartens mit seinen herrlichen Spielgeräten. Das, was wir als Kinder nach dem Krieg nicht hatten, sei den Kindern hier von Herzen gegönnt. Wir erfrischen uns draußen an der Luft, bevor die Auftaktveranstaltung losgeht. Gespannt verfolgen wir die gesamte Veranstaltung, lassen uns informieren und genießen die warme, lebendige Atmosphäre, die die Gäste hier umfängt. Dafür schicken wir hier unser herzliches Dankeschön an die Gastgeberinnen und Gastgeber des Tages.

Meine Frau und ich haben am 30. November gespürt, dass wir Senioren und Seniorinnen durch das Konzept „Mehrgenerationenhaus“ eine wirkliche Chance auf mehr Lebensqualität im Alter bekommen können. Dafür sind wir dankbar.
Wir sind uns einig: „Das ist auch ein Konzept für uns“.
Herzlichst

Klaus und Brigitte Schiermeyer




 
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